Name des Opioids Dextropropoxyphen
besonders bekannte Bezeichnungen Develin®
Infotext

Dextropropoxyphen ist seit einiger Zeit in Deutschland nicht mehr im Handel und wurde sogar in Anlage II des Betäubungsmittelgesetzes aufgenommen (ehemals Rezeptpflichtig).
Dextropropoxyphen ist nur schwach analgetisch und antitussiv wirksam, sodass es häufig in Kombination mit Paracetamol oder Acetylsalicalsäure eingesetzt wurde.

Anwendung Die Retardkapseln werden oral mit genügend Flüssigkeit eingenommen.
zu beachten Dextropropoxyphen ist nur schwach analgetisch wirksam.
Dextropropoxyphen ist das D-Enantiomer des Propoxyphens.
Vollagonist / Partiellagonist Vollagonist
therapeutische Potenz ~0,05
Wirkungseintritt Retardkapsel: 30 - 60min.
HWZ 11-16h, Metaboliten: 23-37h, bei älteren Menschen bis zu 120% länger
durchschnittliche Wirkdauer 8-15h
Applikationsformen Retardkapsel
Bioverfügbarkeit oral: 30-70%
Metaboliten Norpropoxyphen (aktiv)
Dosierung (ohne Toleranz)

Einzeldosis: Oral: 1 - 2,5mg / kg KG

Tagesdosis: oral: 2 - 5mg / kg KG

Wirkmechanismus Dextropropoxyphen ist aktiv und bindet an die µ-Rezeptoren an. Der aktive Metabolit Norpropoxyphen ist etwas höheraffin, als die Muttersubstanz. Chemisch ist Dextropropoxyphen mit Levomethadon verwandt.
emetisches Potential mittel
sedierendes Potential mittel
besondere mögliche Nebenwirkungen Herzrhytmusstörungen, lokalanästhetisches Potential
besondere mögliche Wechselwirkungen -
gefährlicher Dosisbereich ab 5 - 10mg / kg KG
Antidote Naloxon (Narcanti®), Naltrexon (Nemexin®), Nalmefen (Revex®)
Summenformel C22H29NO2
IUPAC Name [(2S,3R)-4-Dimethylamino-3-methyl-1,2-diphenylbutan-2-yl]propionat
Struktur
Gewinnung synthetisch
rechtlicher Status (Btm / Rp) BtmG Anlage II (verkehrsfähig)
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