Name des Opioids Alfentanil
besonders bekannte Bezeichnungen Alfentanil, Rapifen®  
Infotext Alfentanil ist ein Fentanyl-Abkömmling mit kürzerer Wirkdauer und sehr schnellem Wirkungseintritt. Es wird bei verschiedensten Anästhesien benutzt und ist durch die hohe therapeutische Breite besser steuerbar, als Fentanyl. Obgleich die Lethaldosen recht hoch sind, können schon relativ niedrige therapeutische Dosen zum Tode führen, wenn die Vitalfunktionen nicht überwacht werden.
Anwendung Als Injektionslösung wird Alfentanil intravenös injiziert
zu beachten hochpotentes Opioid! Hohes atemdepressives Potential! Ohne Überwachungsumgebung und Möglichkeiten zur Kardiopulmonalen Reanimation und Beatmung nicht verwenden!
Vollagonist / Partiellagonist Vollagonist
therapeutische Potenz 20 - 30
Wirkungseintritt 5sek - 2min 
HWZ 2,2h 
durchschnittliche Wirkdauer 1-3h
Applikationsformen Injektionslösung 
Bioverfügbarkeit  
Metaboliten Noralfentanil (inaktiv)
Dosierung (ohne Toleranz) 15-20 µg / kg KG, bei Langzeiteingriffen bis zu 150 µg / kg KG
Wirkmechanismus Alfentanil ist direkt aktiv und bindet agonistisch vorwiegend an die µ-Rezeptoren an. Aktive Metaboliten gibt es nicht.
emetisches Potential hoch 
sedierendes Potential hoch - sehr hoch
besondere mögliche Nebenwirkungen -
besondere mögliche Wechselwirkungen CYP450-3A4-Inhibitoren können die Wirkung verstärken
gefährlicher Dosisbereich (ohne Toleranz) schwankend, schon Dosen ab 0,01-0,02 mg / kg KG können ohne Überwachung zum Tod führen
Antidote Naloxon (Narcanti®), Naltrexon (Nemexin®), Nalmefen (Revex®)
Summenformel C21H32N6O2
IUPAC Name N-{1-[2-(4-Ethyl-5-oxo-4,5-dihydro-1H-tetrazol-1-yl)ethyl]-4-methoxymethyl-4-piperidyl}-N
-phenylpropanamid
Struktur
Gewinnung Vollsynthese
rechtlicher Status (Btm / Rp) BtmG Anlage III (verkehrs- und verschreibungsfähig)
Bilder